








MINI MED Vortrag zu diesem Thema am Montag, den 18. Jänner 2010, in Spittal an der Drau Knapp zwei Millionen Österreicher, sowohl junge als auch alte, leiden an Rheuma und die meisten haben keine Ahnung davon. Mit der passenden Therapie kann Rheuma zwar nicht geheilt, aber bei fast allen ein Leben lang in Schach gehalten werden. OA Dr. Horst Just, Rheuma-Ambulanz, 1. Medizinische Abteilung, LKH Klagenfurt, informiert deshalb im Rahmen der letzten MINI MED Vorlesung des Herbst-/Wintersemesters 2009/10 am Montag, den 18. Jänner, zum Thema „Der schleichende Prozess Rheuma: Eine moderne Geißel“. Die Vorlesung mit anschließender Diskussion findet in der Fachhochschule Spittal, Villacher Straße 1, statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Muskelschmerzen, geschwollene, schmerzende Gelenke, steife Knie, Rückenschmerzen – da erhebt sich die Sorge: Habe ich Rheuma? Die Beschwerden aus dem rheumatischen Formenkreis umfassen mehr als 400 verschiedene Krankheitsformen mit unterschiedlichen Ursachen. Dementsprechend unterschiedlich müssen sie auch behandelt werden. Bei Rheuma unterscheidet man zunächst drei große Gruppen. Zur ersten Gruppe zählen die entzündlichen Gelenkserkrankungen wie z. B. chronische Polyarthritis, Gicht und Morbus Bechterew. Die zweite Gruppe umfasst den Weichteilrheumatismus. Darunter versteht man die unterschiedlichsten Erkrankungen an Sehnen, Bändern und Muskeln. Arthrosen und andere degenerative Gelenkserkrankungen bilden schlussendlich die dritte große Gruppe dieser Erkrankung.
Bei den meisten Menschen – ca. 80 % der Erwachsenen leiden im Laufe ihres Lebens einmal unter rheumatischen Beschwerden – handelt es sich nicht um chronische Polyarthritis, sondern häufig um entzündliche Schübe im Rahmen von Degenerationserscheinungen. Bei jüngeren Menschen oft um Fehlbelastungen und Verletzungen. Doch das ist den Betroffenen insofern meist egal, als die Symptome jeweils die gleichen sind: Schmerzen, Schwellungen, Übererwärmung, Bewegungseinschränkung, lokale Druck- und Belastungsschmerzen. Rheuma ist also nur der Überbegriff für viele, verschiedene Krankheiten. Wörtlich übersetzt heißt Rheuma „Fließen, Strömen“, und bezeichnet damit lediglich den fließenden Schmerz. Der langsam zu bohren, nagen beginnen kann und das Leben der Betroffenen wirklich zur Qual machen kann.
Die besondere Problematik bei Rheuma ist, dass es ohne Behandlung zur Zerstörung der Gelenke kommen kann. Die Konsequenzen sind Behinderungen, bis zur Gehunfähigkeit oder zur Unfähigkeit, seine Hände zu gebrauchen. Die heutige Medizin kann Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis zwar noch nicht heilen, kann diese aber stoppen und damit die weitere Gelenkzerstörung verhindern. Ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung helfen, rheumatischen Beschwerden vorzubeugen.
OA Dr. Horst Just gibt am Montag, den 18. Jänner 2010, die neuesten Antworten aus Wissenschaft und Praxis auf alle Fragen zum Thema. Was ist entzündliches Gelenksrheuma, was ist nicht entzündliches Rheuma? Welche Medikamente helfen? Gibt es Mittel aus der Naturheilkunde, die Besserung bewirken? Informieren Sie sich aus erster Hand! Im Anschluss an die Vorlesung steht der Referent ca. eine Stunde lang für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Beginn ist um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Kostenlose Programmanforderung unter 0810 0810 60! Weitere Informationen zum MINI MED Studium finden Interessierte auch online auf www.minimed.at
